2009 CCI Europe in Freckenhorst: Protokoll des Business Meeting

(Protokollantin: Margaret, ergänzt durch Beiträge nach dem CCI von Janice, Ágota, Alan, JP, Siglind und anderen)

[Liste der Anwesenden folgt]

CCI Europa

Das CCI Europe 2010 findet in Irland statt: 24. bis 30. Juli, in Termonfeckin (in der Nähe von Drogheda, nördlich von Dublin: gleicher Veranstaltungsort wie bei den CCIs 2005 und 2000). 

Weitere anstehende CCIs:

Ungarn 2011

Niederlande 2012

UK – England 2013

Deutschland 2014

 


Ágota Rusza kündigt an: Die ungarische Gemeinschaft Organisational Development [K1] hat  für den 22. bis 26.08.2010 eine internationale Veranstaltung initiiert mit davor und anschließend stattfindenden Konferenzen (siehewww.odworldsummit.org). Ein wichtiger Aspekt dieser Veranstaltung ist die Betrachtung UNKONVENTIONELLER ORGANISATIONEN. Ágota ist der Ansicht, dass das CCI-Counseln hier viel zu bieten hat.

Fred Wallace, Joke und Niek, JanPieter und Ágota sind an einer Anmeldung zu dieser Veranstaltung interessiert. Es ist noch unklar wie, d. h. ob sie das CCI-Netzwerk allgemein vertreten, oder nur sich selbst, und auch ob sie einen Workshop beitragen oder etwas ähnliches. Ágota denkt, dass die Vorstellungen von John Heron hier ein großes Potential darstellen. Eine Idee ist auch, John Heron dazu einzuladen, falls er daran interessiert ist. Anscheinend könnten seine Kosten für diese Veranstaltung von den Organisatoren des ODWS übernommen warden.

Auf der Internetseite der ungarischen Community wurde hierfür extra eine Gruppe eingerichtet, so dass ALLE AN DIESER IDEE INTERESSIERTEN sich hier eintragen und wir uns überlegen können, wie wir das CCI-Counseln bei dieser Veranstaltung vorstellen wollen (www.co-counselling.ning.com).

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Fred Wallace aus den USA sagt, er schäme sich dafür, dass bei den Treffen in den USA keine Übersetzung angeboten wird.

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Margaret Christie aus Schottland schlägt eine Unterstützungsgruppe zum Thema Übersetzung vor, um sicherzustellen, dass nächstes Jahr beim CCI in Irland wieder übersetzt wird und bietet an, eine solche Gruppe zu koordinieren. Dies wird so vereinbart (und es wurde später in der Woche auch im Plenum verkündet und allgemein begrüßt).

 


Berichterstattung aus den verschiedenen Ländern

1. Deutschland [Bericht von Siglind? still to be confirmed]

Sehr aktive Community. In Münster habe drei oder vier Grundkurse stattgefunden. Hildegard und Büschl haben einen Grundkurs in Österreich geleitet. Beim letzten Grundkurs waren 22 TeilnehmerInnen. Einmal pro Jahr findet ein gemeinsames Wochenende und einmal pro Jahr ein Business Meeting statt. Viele treffen sich zu Counselsitzungen – im Haus Kloppenburg, dem Co-Counsel-Zentrum in Münster, ist es sehr einfach sich zu treffen. Es läuft immer viel. Viele Co-CounsellerInnen der nachgerückten Generation haben sich an der Organisation des diesjährigen CCI beteiligt, obwohl sie bei noch keinem anderen CCI waren.

2.  Niederlande (Bericht von Joke und Marjan)

Zwei landesweite gemeinsame Wochenenden pro Jahr. Regionale Treffen. Eine fortlaufende Kommunikationsgruppe für Paare. Eine mit Bobbys Methode experimentierende Gruppe (Muscle Effect Therapy). Joke und Marlies leiten öfter ein Zurück-zu-den-Grundlagen-Wochenende. Tolle Wochenenden, die sehr motivierend sind. Es gibt eine Internetseite der Community auf Niederländisch. Jokes Internetseite gibt es auch noch, die teilweise auch auf Englisch ist. Joke interessiert sich dafür, Kurse im Rahmen der GFK-Community (Gewaltfreie Kommunikation) zu leiten. Im Juni fand ein Fortsetzungswochenende nach dem Treffen im Januar in Neuseeland mit John Heron statt. Wahrscheinlich so etwas nächstes Jahr noch mal organisiert, und außerdem auch ein kleiner Workshop zum Thema Co-Creating. Im November findet ein landesweites Treffen statt, zu dem alle, die niederländisch sprechen willkommen sind.

3.  UK (Bericht von Margaret, mit einigen Ergänzungen anderer)

CCIS, also die Organisation "Co-Counselling International in Scotland", scheint sich in einem Machtkampf festgebissen zu haben, für den evtl. im Herbst irgendeine Form der Konfliktlösung versucht wird. England hingegen scheint gut zurecht zu kommen, auch ohne landesweite Organisation oder wesentliche lokale Organisationen. Es gibt jedoch einen UK-weiten Rundbrief auf Papier "One to One" sowie einen Email-Rundbrief "Here and Now". Außerdem hat Cocolist, die Email-Diskussionsgruppe, ihren Sitz in Großbritannien und kristallisiert sich immer mehr als wichtigstes Medium für die überregionale Kommunikation zwischen Co-Counsellern heraus.

Es haben mindestens zwei jeweils eine Woche dauernde Workshops und etwa zehn Wochenenden bzw. verlängerte Wochenenden im vergangenen Jahr in Großbritannien stattgefunden, zusätzlich zum letztjährigen CCI in Schottland.

Es haben Grundkurse und lokale Tagesworkshops statt gefunden, und das CCI-Co-Counseln scheint allgemein gut zu laufen, obwohl es für einige ein großes Problem in Großbritannien zu sein scheint, neue Leute für die Grundkurse zu interessieren.

Sushila Raja, eine tamilische Frau, die CCI-Co-Counseln in England gelernt hat, hat in Sri Lanka mehrere Grundkurse gehalten. Sie verwendet teilweise Material, das nach dem letzten irischen CCI für eigenständig mit Internet-Unterstützung lernende Gruppen entwickelt wurde. Drei Co-CounsellerInnen aus England (Jean Brant, John Talbut, Celia Wilson) haben im April 2009 in Batticaloa einen Kurs für Co-CounsellerInnen durchgeführt, die das Co-Counseln evtl. weitergeben möchten.

4. Irland

Es gibt wenig zu berichten. Es ist Jahre her seit der letzte Wochenend-Workshop stattgefunden hat. Ein bisschen wird individuell gecounselt.

5. Israel (Bericht von Janice)

In Israel gibt es schon seit über 30 Jahren Co-Counselling-Kurse. Dror wurde 1998 nach der Abspaltung einiger Co-CounsellerInnen vom RC-Counseln gegründet. Zurzeit hat Dror 160 Mitglieder, von denen etwa 50 aktiv sind, vor allem in Tel Aviv und Jerusalem. Die Dror-Gemeinschaft hat ein aus 5 Mitgliedern zusammengesetztes, jährlich gewähltes Verwaltungsgremium, das alle 3 Wochen zusammen kommt, um Aktivitäten der Community zu unterstützen, LehrerInnen zur Durchführung von Grundkursen zu ermutigen und einige andere Aufgaben wahrzunehmen. Janice ist seit über 4 Jahren in diesem Gremium.

Die ersten Kontakte mit der CCI-Community entstanden 2005 durch McCoCo. Janice ist nun zum siebten Mal bei einem CCI.

Dror hat etwa 15 Co-Counsel-LehrerInnen. Vor Kurzem gingen 2 Grundkurse zu Ende, die nun mit den Aufbaukursen weitermachen. Avi Butavia gibt Grundkurse in 3 verschiedenen Gefängnissen und für "Youth at Risk". Zu den laufenden Unterstützungsgruppen gehören das arabisch-jüdische Treffen in Yafia, das seit 30 Jahren läuft, ein Abend für Sitzungen alle 5 Wochen in der Mitte Israels und bald läuft ein Männergruppe an. Es gibt 2 jährliche landesweite Wochenendworkshops im Frühjahr und im Herbst. Im Herbst 2009 haben wir den landesweiten Workshop international geöffnet mit dem ersten internationalen Workshop, zu dem Dror die CCI-Gemeinschaft eingeladen hat. Weitere Kontaktaktivitäten sind die Beteiligung von Dror am Jerusalem Hug (ein internationales Event, bei dem Menschen um die Altstadt herum eine sich an den Händen haltende Menschenkette bilden, um so ihre Liebe zu diesem besonderen Ort auszudrücken) sowie Drors Beteiligung an einer Messe von 19 Nichtregierungsorganisationen mit einem Stand in der Bar Ilan Universität, bei der die Beteiligten sich über ihre Konfliktlösungs- und -verhandlungsmodelle ausgetauscht haben. Dror hat im Juni 2009 eine neue Internetseite eingerichtet: www.dror.org.il, die auch englischsprachige Seiten enthält.

6. USA (Bericht von Fred)

Das strategische Planungskomittee hat sich 4 mal pro Jahr getroffen. Es hat der Community im weiteren Sinne Bericht erstattet und ist auf viel Widerstand gestoßen. Veränderungen sind sehr schwierig. Fred gehört der strategischen Planungsgruppe an, die den „Jahresbericht“ erstellt.

In Arizona gibt es einen neuen Lehrer – der erste außerhalb von New England. Co-Counseln ist also dabei, sich etwas weiter in Kalifornien zu verbreiten.

Das Internet hilft der US-amerikanischen Community sehr, wo Anfragen aus den ganzen USA eingehen.

7. Ungarn (Bericht von Ágota)

Es findet monatlich ein Treffen statt, das mehr oder weniger von Ildikó Kaminszki organisiert wird.

Gelegentlich versucht Ágota einen Grundkurs zu organisieren, aber es melden sich nicht genug dafür an. Niemand investiert viel Energie darin, zu versuchen, es stattfinden zu lassen, weder Ágota noch die ungarische CCI-Gemeinschaft. Der letzte von Ágota durchgeführte Grundkurs fand 2007 statt und war für eine Gruppe Hebammen (doulas) von Agnes Gereb initiiert worden. Agnes hatte am ersten ungarischen CCI-Grundkurs im Jahre 1985 teilgenommen.

Im August 2009 kamen Fred Wallace, Joke und Niek nach dem deutschen CCI zu Besuch und haben für eine kleine Gruppe GFK-Leute (gewaltfreie Kommunikation) mit uns zusammen eine eintägige Veranstaltung durchgeführt sowie eine Veranstaltung zu Co-Creation. Beides lief trotz der geringen TeilnehmerInnenzahl gut – vermutlich dank des unermüdlichen Engagements der drei oben genannten.

Ansonsten finden Co-Counsel-Einzelsitzungen statt.

2009 hat Ágota auch einen einjährigen Selbststudiums-Co-Coaching-Kurs initiiert, der u.a. auf den CCI-Methoden in Kombination mit der Arbeit von Hellinger sowie dem Bohmsdialog beruht.

Es gibt nun auch eine Internetseite unter www.co-counselling.ning.com, auf der sich alle ungarischen Co-CounsellerInnen anmelden und Fotos, Videos, Informationen und Veranstaltungen einstellen bzw. sich darüber austauschen können. Sie wird nur bisher noch nicht viel genutzt…

 


Sonstiges

  1. JP Hoogma: Die CoCo-Informationsseite im Internet http://co-counselling.info) wächst seit 2 Jahren. Ihr Ziel ist die soziale Vernetzung und auch die Einführung von CoCopedia, einer kostenlosen Co-Counselling-Enzyklopädie, die jedeR Co-CounsellerIn mitbearbeiten und ergänzen kann. McCoCo findet weiterhin jährlich statt.
  2. Siglind bzgl. Dror (dies ist Siglinds Erinnerung dessen, was sie beim Business Meeting gesagt hat): „Janices Bericht über Dror ist inzwischen ein selbstverständlicher Bestandteil bei den CCI-Treffen geworden. Mitglieder von Dror nehmen nun schon seit einiger Zeit an CCI-Veranstaltungen teil. In der Vergangenheit war die Frage, ob Dror zu CCI-Veranstaltungen eingeladen werden soll ein strittiges Thema. Das scheint jetzt weniger umstritten zu sein und ich hoffe, dass Dror zu einem Teil der CCI-Familie wird.“
  3. Marjan: hat in Cocolist von einem Video auf YouTube gehört, in dem Co-Counselling vorgestellt wird.
  4. Die Teilnahmeliste und das Protokoll werden per Email verschickt (leider scheint die Teilnahmeliste abhanden gekommen zu sein).
    BESCHLUSS! Das vorliegende Protokoll wird allen CCI-CocounsellerInnen zur Verfügung gestellt, aber nicht in eine Internetseite eingestellt.
     
  5. Dónal: Es sitzen mehr Leute auf Stühlen als auf dem Boden! Wir CCI-CocounsellerInnen werden älter! Wie können wir mehr Jüngere für’s Co-Conseln gewinnen? Müssen wir uns verändern?
  6. Joke bzgl. des o.g. Konferenzthemas von Ágota: da wir weder eine internationale Organisation noch internationales Geld haben, hier ein Vorschag: Könnte Ágota die wichtigen Aspekte schriftlich zusammenfassen? Die hier Anwesenden können individuell eine Entscheidung treffen und in ihren jeweiligen Communities mithilfe eines Empfehlungsschreibens um finanzielle Unterstützung anfragen. Oder ansonsten andere in unseren Communities dazu fragen.
    Sally schlägt vor, das in den nächsten beiden Opening Circles noch mal anzusprechen. Das wurde auch vereinbart (wurde dann noch mal angesprochen, aber kein spezielles Vorgehen besprochen).
    Ágota hätte sehr gern eine Gruppe von VertreterInnen!
    In den „Master Classes“ mit John Heron wird hierzu (evtl.??) etwas stattfinden.
  7. Ágota: viele Gespräche; Bedarf nach Veränderung. „Let’s come out“ – Lasst uns öffentlicher werden! Wir brauchen in der Co-counselling-Community ein bewusst gestaltetes Vorgehen, bei dem wir kollektiv im CCI-Rahmen zusammenarbeiten und von „Co“-Paaren/Dreierkonstellationen weg hin zu einem großen Ganzen kommen. Wir verfügen über ein fantastisches unkonventionelles strukturelles Potential, das wir noch nicht wirklich erschlossen haben.
    Wir könnten die Form künftiger CCI-Treffen (und Business Meetings??) noch mal überdenken und Raum für gemeinsame Kreativität schaffen, nicht nur für Informationsaustausch.
    Niek bringt seine Unterstützung für Ágotas Worte zum Ausdruck.

(Hier scheint das Business Meeting zu enden).



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